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Pharmacology & Fluid Therapy

Infusionstherapie in der Tiermedizin: Leitlinien und Berechnungen

Umfassender Leitfaden zur Flüssigkeitstherapie: Kristalloide, Kolloide, Erhaltungsbedarf, Defizitausgleich und Monitoring bei Hund und Katze.

7 Min. Lesezeit2026-03-05
Infusionstherapie TiermedizinFlüssigkeitstherapie Hunde KatzenKristalloide Kolloide
PetMed AI Veterinary TeamVerified

Reviewed by Licensed DVM Professionals

Evidence-BasedPeer-Reviewed SourcesLast updated: 2026-03-05
Wussten Sie?

Flüssigkeitstherapie ist eine der am häufigsten eingesetzten Behandlungen in der Tiermedizin. Der tägliche Erhaltungsbedarf wird auf 40-60 ml/kg/Tag beim Hund und 40-50 ml/kg/Tag bei der Katze geschätzt. Die korrekte Berechnung ist entscheidend für den Therapieerfolg.

2-3 ml/kg/h
Erhaltungsrate (Hund)
10-20 ml/kg
Kristalloid-Bolus
5 ml/kg
Kolloid-Bolus
Kristalloide vs. Kolloide: Wann was einsetzen?
Eigenschaft Kristalloide Kolloide
Beispiele NaCl 0,9 %, Ringer-Laktat Hetastärke, Gelatine
Verweildauer intravasal 20-30 Minuten 4-6 Stunden
Bolus-Dosis (Hund) 10-20 ml/kg 5 ml/kg
Indikation Dehydratation, Erhaltung Hypoalbuminämie, Schock
Risiken Verdünnungskoagulopathie AKI, Koagulopathie

Berechnung des Flüssigkeitsdefizits

Das Flüssigkeitsdefizit berechnet sich als: Körpergewicht (kg) × Dehydratationsgrad (%) × 10 = Defizit in ml. Beispiel: Ein 20 kg schwerer Hund mit 8 % Dehydratation benötigt 20 × 0,08 × 1000 = 1600 ml Defizitausgleich.

Dieses Defizit wird über 12-24 Stunden ausgeglichen, zusätzlich zum Erhaltungsbedarf und laufenden Verlusten. Nutzen Sie den Fluid Therapy Calculator für automatische Berechnungen.

Achtung: Katzen und herzinsuffiziente Patienten sind besonders anfällig für Volumenüberladung. Anzeichen: erhöhte Atemfrequenz, seröser Nasenausfluss, Chemosis und Lungenödem. Infusionsrate anpassen und Körpergewicht mindestens zweimal täglich kontrollieren.

Monitoring der Flüssigkeitstherapie
  • Körpergewicht: Mindestens 2× täglich wiegen
  • Urinproduktion: Ziel: 1-2 ml/kg/h
  • Hämatokrit/TP: Verlaufskontrolle der Hämodilution
  • Atemfrequenz: Anstieg = mögliche Überladung
Wichtige Erkenntnisse
  • Kristalloide sind First-Line — für Dehydratation und Erhaltungsbedarf.
  • Defizit + Erhaltung + laufende Verluste — alle drei Komponenten berücksichtigen.
  • Katzen vorsichtig infundieren — niedrigere Raten und engmaschiges Monitoring.
  • Monitoring ist essentiell — Gewicht, Urinproduktion und Atemfrequenz kontrollieren.

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